









Die Idee einen Turm zu bauen, entstand im Herbst 1894, als sich drei Wanderfreunde auf der Hochwiese des Schönbergs trafen. Dies waren der Pfullinger Papierfabrikant und Mäzen Louis Laiblin, Professor Eugen Nägele und Joseph Krauß. Ihre Idee war es hier, auf der Hochwiese des Schönbergs für Wanderer eine einzigartige Aussicht zu schaffen.
Damals im Übergang in das 20. Jahrhundert, als die rasch fortschreitende
Entwicklung von Industrie und Technik boomte, schien der Bau von Aussichtstürmen
nahe liegend. Louis Laiblin stellte damals spontan 5.000,00 Mark als Startkapital
zum Bau zur Verfügung.
Bis jedoch der Architekt Theodor Fischer schließlich von Louis Laiblin
um einen Entwurf für den Aussichtsturm auf dem Schönberg gebeten wurde,
gingen jedoch noch einige Jahre ins Land.
Nach dem der Kostenvoranschlag des Architekten lagen die Kosten für den
Bau des Turmes bei 11.000,00 Mark, aber bis Juni 1896 waren nur 6.300,00 Mark
an Spenden für den Bau zusammengekommen.
Daher beauftragte Louis Laiblin auf seine Kosten den Architekten
Prof. Theodor Fischer, um den Plan eines Turmes auszuarbeiten.
Theodor Fischer präsentierte wenig später dem Schwäbischen Albverein
einen Plan, der sich an seinem - nicht realisierten - Entwurf für das Völkerschlachtdenkmal
Leipzig orientierte.
Bei der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins am 23. Oktober 1904 wurde diesem Projekt, das einen Turm in Eisenbetonbauweise vorsah, zugestimmt. Die eigenartige und geniale Konstruktion erregte allgemeines Interesse, sodass trotz des höheren Bauaufwands weitere Spendengelder eingingen.
Louis Laiblin spendete nochmals einen namhaften Betrag und bezahlte auch die
Rechnung von Architekt Theodor Fischer.
Schließlich wurde der Schönbergturm nach dem Entwurf des Architekten
Theodor Fischer in den Monaten August bis November des Jahres 1905 erbaut.
Am 25. März 1906 wurde der Schönbergturm endlich eingeweiht. Ursprünglich
war die Einweihungsfeier des im November 1905 fertig gestellten Turmes früher
geplant, musste aber wegen der anhaltenden Kälte auf das kommende Frühjahr
verlegt werden.
Im Jahre 1926 bekam der Turm einen wetterbeständigen Verputz und das Holzdach
wurde durch ein Kupferdach ersetzt.
Durch die beiden weiß in die Ferne leuchtenden Aufgänge ist der Schönbergturm
heute als die Pfullinger Unterhos´, wie wir ihn alle kennen, bekannt.
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